Smooth Motion für RTX 30: Community bringt Nvidias Frame Generation auf Ampere

· PC Games Hardware

0 News Jacqueline Brosch Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Bildquelle: Redaktion, KI-generiert

Nvidia bietet Smooth Motion offiziell erst ab der RTX-40-Serie an. Mehrere Community-Projekte bringen die Treiber-Frame-Generation nun auf RTX 30 – allerdings mit deutlich unterschiedlicher Praxistauglichkeit.

Nvidia hat Smooth Motion mit der Geforce-RTX-50-Serie eingeführt und den offiziellen Support im August 2025 auf die RTX-40-Serie erweitert. Die Technik erzeugt auf Treiberebene zusätzliche Zwischenbilder und benötigt deshalb keine vom Spieleentwickler integrierte DLSS Frame Generation. Nvidia unterstützt Smooth Motion offiziell in DirectX 11, DirectX 12 und Vulkan sowie bei nativer Auflösung oder in Kombination mit Upscaling. Die RTX-30-Serie bleibt in der Nvidia App bislang außen vor.

Genau diese Einschränkung versuchen inzwischen mehrere Community-Projekte zu umgehen. Aber obwohl alle Lösungen grundsätzlich dasselbe Ziel verfolgen, unterscheiden sie sich teilweise sehr stark bei Bedienung, Kompatibilität und Reifegrad.

Smooth Motion SM86 ist derzeit die bequemste Variante

Am stärksten auf den normalen Einsatz zielt aktuell „Smooth Motion SM86“. Das Projekt liefert einen eigenen Windows-Manager, erkennt GPU und Treiber automatisch und erlaubt es, Smooth Motion für einzelne Spiele ein- und auszuschalten. Steam-, Epic- und Game-Pass-Installationen können automatisch gesucht werden. Damit entfällt zumindest weitgehend das manuelle Kopieren von DLL-Dateien.

Achtung: Der Entwickler hat bislang eine Geforce RTX 3090 mit Treiber 616.64 direkt validiert. Andere SM86-Grafikkarten gelten weiter als experimentell. Nach Angaben des Projekts wurde Smooth Motion in 16 Spielen beobachtet, darunter Cyberpunk 2077, Alan Wake 2, Hogwarts Legacy und Kingdom Come: Deliverance 2. DirectX 11 gilt auf dem Referenzsystem als technisch validiert, bei DirectX 12 wurde die Funktion in Spielen beobachtet, während Vulkan noch experimentell ist. Die Ergebnisse stammen vom Projekt selbst und wurden bislang nicht unabhängig überprüft.

Manuelle Mod funktioniert bereits auf RTX 3070 und RTX 3080

Etwas weniger komfortabel, dafür bereits auf mehreren Ampere-Karten ausprobiert, ist eine angepasste Variante von dlssg_for_sm86. Die erste Smooth-Motion-Version erschien am 19. September und wurde vom Entwickler mit einer Geforce RTX 3070 getestet. Zur manuellen Einrichtung wird eine DLL neben der Spiel-EXE abgelegt, Smooth Motion anschließend über den Nvidia Profile Inspector aktiviert.

Ein Nutzer hat die Variante zusätzlich mit einer Geforce RTX 3080 10 GB und Treiber 610.88 getestet. Smooth Motion funktionierte laut seinem Bericht unter anderem in Game-Pass- und Epic-Spielen sowie mehreren Emulatoren. Bei einigen Steam-Titeln kam es dagegen beim Start zu Abstürzen. Ohne den Steam-Client ließen sich einzelne dieser Spiele starten und Smooth Motion funktionierte wieder. Der Tester beobachtete auf der RTX 3080 zudem stärkere Artefakte als beim Vergleich mit einer RTX 5070 Ti, insbesondere bei lediglich 30 Ausgangs-Fps.

Auch die Installation ist noch nicht völlig ausgereift. Nutzer meldeten zwischenzeitlich Probleme mit dem dafür vorgesehenen Installer und einzelnen neueren DLL-Versionen. Der Entwickler hat darauf bereits mit weiteren Builds und einer weiterhin verfügbaren manuellen Installation reagiert.

NVSmooth30 bleibt eher ein Technikexperiment

NVSmooth30 verfolgt dagegen einen deutlich technischeren Ansatz. Das quelloffene Clean-Room-Projekt untersucht Nvidias installierte NvPresent64.dll und passt geeignete CUDA-Kernel von SM89 auf SM86 an. Nvidia-Dateien selbst werden dabei nicht mitgeliefert. Für DirectX 11 existiert zusätzlich eine experimentelle Brücke über DirectX 12.

Für den normalen Spielebetrieb dürfte NVSmooth30 derzeit allerdings die unattraktivste der drei Varianten sein. Das Projekt bezeichnet sich selbst als Alpha-Experiment und warnt vor Abstürzen, fehlerhaften Frames und schwarzen Bildschirmen. Auch Spiele mit Anti-Cheat sollen ausdrücklich gemieden werden. Neue Treiber können die Funktionsweise zudem jederzeit verändern.


Mitmachen und kommentieren:

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 Youtube oder 💬 Whatsapp und erhalten Sie Neuigkeiten zu Grafikkarten, CPUs und Gaming direkt in Ihrem Feed.

Quelle: Nvidia [1], GitHub [1], [2], [3], [4], [5], [6]

Artikel teilen

Nvidia bietet Smooth Motion offiziell erst ab der RTX-40-Serie an. Mehrere Community-Projekte bringen die Treiber-Frame-Generation nun auf RTX 30 – allerdings mit deutlich unterschiedlicher Praxistauglichkeit.

Per E-Mail versenden

0